SmartRep feiert 15 Jahre

Vom Ein-Mann-Unternehmen zum etablierten Mittelständler

Die vierte industrielle Revolution, die wir gerade unter dem Schlagwort SmartFactory erleben, prägt die Unternehmen in Deutschland. Die SmartRep GmbH legte in nur 15 Jahren eine rasante Entwicklung zurück: Vom Ein-Mann-Ingenieurbüro entwickelte sie sich zum Hightech-Equipment-Seller und schließlich zum Lösungsanbieter für Industrie 4.0 mit Standorten im hessischen Hanau und im schwäbischen Günzburg. Jetzt feierte das Unternehmen mit Wegbegleitern und Mitarbeitern sein 15-jähriges Jubiläum.

„Um Industrie 4.0 in Deutschland Realität werden zu lassen, gibt es keine Plug & Play Lösung“, weiß Firmengründer Rudolf Niebling, und dort hat SmartRep seine Nische gefunden: „Wir begleiten die kleinen und mittelständischen Elektronikfertigungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wie sie sich Schritt für Schritt zur Smart Factory entwickeln.“

Mit dem Tabletop im Kofferraum unterwegs

2004 machte sich der Ingenieur Rudolf Niebling nebenberuflich mit einem Maschinenhandel für die automatische Bestückung von Leiterplatten selbstständig. Hauptberuflich war er im Vertrieb in der Elektronikbranche tätig. 2009, im Jahr der Finanzkrise, hatten er und sein Kollege Andreas Keller dann eine „Schnapsidee“, den Aufbau einer Firma mit den Kernkompetenzen, die SmartRep noch heute ausmachen: Kundennähe und technische Applikation. Es folgten einige Knochenjahre: „Wir haben unsere Systeme für die Leiterplatteninspektion im Kofferraum durch die Gegend gefahren, um Demos bei Kunden vor Ort zu machen. Manch spiegelglatte Fahrbahn demonstrierte uns, wie robust die Systeme gebaut waren“, erinnert sich Andreas Keller an eine Schlitterpartie durchs verschneite Österreich.

SmartRep etablierte in diesen Jahren die neue 3D Messtechnologie für Lotpastendruck auf dem deutschen Markt und leistete Überzeugungsarbeit für den heutigen Industriestandard. 2011 eröffnete der gebürtige Schwabe Keller einen zweiten Unternehmensstandort in Süddeutschland, um die Reaktionszeiten nach Österreich und in die Schweiz zu verkürzen. Kundenstamm und Mitarbeiterzahl nahmen zu und so wurde bald ein großes Democenter in Hanau bezogen. Das Produktportfolio wurde erweitert und SmartRep entwickelte sich zum kompletten Linienlösungsanbieter, der auch vorgelagerte Prozessschritte wie Wareneingang und Material Management in die Fertigungskonzeption miteinbezieht. 2017 erfolgte die Ausgründung der Smart Systemtechnik GmbH als europaweiter Handel mit Systemen und eigenen Softwareentwicklungen. Zwischenzeitlich eröffnete SmartRep im schwäbischen Günzburg ein zweites Democenter und stockte den Standort personell auf.

SmartRep verfügt über ein exklusives Produktportfolio und ist die D-A-CH-Vertretung für internationale Technologieführer. Das Unternehmen versteht sich als Partner seiner Kunden und überzeugt durch Fertigungs-Knowhow und technischen Support: „Wir kennen die täglichen Anforderungen, die an Elektronikfertiger in Deutschland gestellt werden, wenn jeder Handgriff sitzen muss und für Kleinserien ständig neue Programme geschrieben werden müssen“, erklärt Andreas Keller. Deshalb biete man auch zahlreiche Hilfestellungen wie beispielsweise eine Service-Hotline, damit SmartReps Kunden ab dem ersten Board mit hoher Qualität produzieren können.

Darin unterscheidet sich SmartRep von den Big Playern der Branche: die Soft- und Hardware-Lösungen werden auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten. Zu den Kunden zählen kleine EMS-Dienstleister bis hin zu global agierenden Automotive-Lieferanten. Das Wissen um Automatisierung spielt dabei eine wichtige Rolle, um die personellen Ressourcen auf die Kernaufgaben zu fokussieren – damit in den nächsten 15 Jahren in Deutschland viele SmartFactorys Realität sind.